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Stadtmauer / Avila - Spanien |
| Anfahrt: Die Provinzhauptstadt Avila ist von Madrid aus hervorragend mit Bus und Bahn sowie dem (Miet)PKW zu erreichen. Auch die Anbindung von den anderen Richtungen, etwa Toledo oder Segovia ist ausgezeichnet. Die befestigte Altstadt ist nicht zu verfehlen, beherrscht sie doch das gesamte Bild der Stadt. Parkplätze: Zumeist kostenpflichtige Parkplätze in und um die Altstadt. Mit Glück findet man sowohl in als auch vor der Altstadt kostenlose Parkplätze. Wenn man jedoch nicht unbedingt muss, sollte man auch nicht in die befestigte Altstadt hineinfahren, obwohl man sich trotz der engen Gassen recht gut zurechtfindet, denn alles ist recht übersichtlich. Gut Parken kann man im Bereich zwischen der Puerta de San Vicente und der Puerta del Alcazar. Jedoch beträgt die maximale Parkzeit hier nur zwei Stunden. Während der Nachmittagsstunden und von 20.00 Uhr abends bis 10.00 Uhr morgens ist das Parken hier kostenlos. Dies kann sehr nützlich sein wenn man in einem der an dieser Stelle liegenden Hotels übernachtet. Kostenlose und daher sehr begehrte Parkplätze finden sich u.a. an der Straße Paseo de la Ronda Vieja zwischen der Puerta de San Vicente und der Puerta del Carmen. |
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| Eintritt: Die Altstadt ist frei zugänglich. Die gesamte Stadtmauer läßt sich von außen hervorragend besichtigen. Große Teile der Befestigungsanlagen, Türme und Tore lassen sich direkt von den Wehrgängen erkunden. Die Aufstiege zu den Mauern befinden sich zum Einen in der Puerta de la Catedral, von wo aus man die Stadtmauer entgegen des Uhrzeigersinns bis zur Puerte del Carmen begehen kann. Zum Anderen kann man auch an der Puerta del Carmen hinaufgehen und in entgegengesetzer Richtung bis zur Puerta de la Catedral laufen. Ein weiterer Teil der Stadtmauer ist von der Puerta del Alcazar aus zu besichtigen. Hier kann ein Stück zwischen Kathedrale und Ost-Süd Ecke der Stadtmauer besichtigt werden, der nicht von den anderen beiden Aufstiegspunkten zu erreichen ist. Der Eintrittspreis beträgt 3,50 Euro und berechtigt zum Zugang beider zur Besichtigung freigegebenen Teile der Stadtmauern. Ermäßigungen werden angeboten. |
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| Ausgezeichnete Gastronomie in der Stadt. Jedoch sollte man bedenken das die Restaurants für den ein oder anderen sehr ungewöhnliche Öffnungszeiten haben. Die Restaurants machen in der Regel zwischen 13.00/14.00 Uhr auf und schließen wieder gegen 16.00 Uhr. Abends öffnen sie dann wieder, meist jedoch erst nach 21.00 Uhr. Ebenso sollte man bedenken das es nur sehr wenige Lokalitäten gibt, die Englische oder sogar Deutsche Menükarten haben. Wer kein Spanisch kann sollte also zum Essen unbedingt ein Wörterbuch mitnehmen, denn auch die Kellner/innen sprechen kaum Englisch. Typisch für Avila sind weiße Bohnen und große Rindersteaks. Beides sollte man unbedingt probieren. |
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| Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt In Avila findet man vom gehobenen Parador bis zum gemütlichen und preiswerten Hostal alles. Man kann sowohl direkt in der Altstadt übernachten als auch außerhalb. Am Wochenende sind die Zimmerpreise deutlich höher als Wochentags. |
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| Avila ist mit einer Höhe von 1127 Metern über dem Meeresspiegel die höchstgelegene Provinzhauptstadt Spaniens. Avila gehört heute zum Unesco Weltkulturerbe. Die gewaltige Stadtmauer die die Altstadt in einem langgezogenen rechteckigen Grundriss umschließt, ist 2557 Meter lang, im Durchschnitt 12 Meter hoch, 3 Meter breit und besitzt 88 Türme. Bis auf die Tortürme vom Rastro-Tor, dem Santa Theresa-Tor und dem Carmen-Tor treten alle Türme rund aus der Mauer hervor. Bei der Besichtigung der Stadtmauern fällt auf, dass sich keinerlei Schießscharten in den Mauern und Türmen befinden. Die Verteidigung scheint ausschließlich von den Wehrgängen der Mauern und Türme geführt worden zu sein. Die Wehranlagen gehören heute zu den besterhaltenstens und vollständigsten mittelalterlichen Stadtbefestigungen des 11. Jahrhunderts auf der Welt. Schließlich sind die Stadtmauern anderer vergleichbarer Städte wie Carcassonne, Dubrovnik oder Rothenburg ob der Tauber in deutlich späteren Jahrhunderten entstanden. Neben der Stadtmauer ist es vorallem die geschlossene mittelalterliche Bausubstanz innerhalb der Mauern, die den Charme von Avila ausmachen. Das Gewirr aus kleinen Gassen und mittelalterlicher Architektur sucht seines Gleichen. Vorallem die Kathedrale von Avila, gleichzeitig Gotteshaus und Wehranlage beeindruckt. Sie ist eine der ältesten gotischen Kathedralen ganz Spaniens und sollte unbedingt besichtigt werden. Daneben sind noch einige schöne Stadtpäläste und Wehrtürme, ähnlich wie in der italienischen Stadt San Gimignano, erhalten. Der schönste Palast ist der am Rastro-Tor gelegene Palacio de los Dávila deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert reichen. In der Nähe liegt auch der Guzmanes-Turm aus dem 15. Jahrhundert. Gegen Abend lohnt ein Abstecher auf die Ostseite des Rio Adaja zum Aussichtspunkt Humilladero de Los Cuatro Postes der sich direkt an der Straße nach Salamnca befindet. Von hier hat man zweifelsohne den schönsten Blick auf Avila. |
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| Heribert J. Leonardy, Hendrik Kersten - Burgen in Spanien. Darmstadt 2002 EDITORIAL ESCUDO DE ORO, S.A. - Ganz Avila und Provinz. Barcelona 1987. |
