Der Erbauer dieser
mächtigen Erdfestung sowie ihre genaue Zeitstellung sind unbekannt.
Die Größe
lässt einen mächtigen Fürsten vermuten, welcher die
Burg erbaute, bevor das Gebiet ungarisch wurde. Historiker sind der
Meinung, dass die Burg im 9. Jhdt. von Slawen aus Bulgarien errichtet
wurde. Der Legende nach war es die Burg von Menumorut (Wojwode / Fürst
Ende des 9. Jhdts.).
Nachdem der ungarische Staat gebildet wurde, wurde die Burg Hauptstadt
des Kreises Bihor (gegründet von König Stefan). Die Bauern
waren die Untergebenen der Burg und mussten ihr Abgaben leisten. 1061
wurde Biharia Bischofssitz und Hauptsitz von Fürst Imre. In dieser
Zeit wurden auf den Erdwällen Holzpalisaden errichtet. Im 11.
Jhdt. wurde die Burg mehrfach von Türken und Tataren angegriffen,
im 12. Jhdt. wurde sie durch Steinmauern verstärkt, jedoch
schwand ihre militärische Bedeutung. Die Erdwälle konnten
die Burg bei den Befreiungskämpfen für Rakoczi Ferenc III
1514 nicht schützen.
1709 wurde die Festung endgültig verlassen.
Auf dem Erdwall in der Mitte der Burg befand sich ein Vogel aus Bronze,
der 1919 gestohlen wurde. Seit 1970 wird das Gelände u.a. als Jugendtreff
mit Fußballplatz genutzt.
Quelle:
www.comunabiharia.ro,
übersetzt aus dem Rumänischen.
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