|
Budaer Burg / Budapest - Ungarn |
|
|
|
Anfahrt: Die Burg steht im Zentrum von Budapest und ist nicht zu verfehlen. Am einfachsten kommt man von der Budaer Seite vom Moszkvá ter (Station der U-Bahn M3) mit dem Várbusz zur Burg. Die Haltestelle befindet sich gegenüber der Metrostation an dem großen rot-weißen Gebäude. Mit diesen Bus fährt man bis zur Haltestelle Dizs ter. Von der Pester Seite fährt vom Deák ter, der zentralen Metrostation wo sich alle drei Metrolinien treffen, ebenfalls ein Bus zum Dizs ter. Die Haltestelle befindet sich neben dem ehemaligen Busbahnhof gegenüber vom Kempinksihotel. Eine interessante Alternative bietet die Zahnradbahn die zur Burg hinauf fährt. Die Haltestelle befindet sich gegenüber der bekannten Kettenbrücke. Parken: zumeist kostenpflichtige Parkplätze vor der Burg und in der Stadt |
|
|
Teile frei zugänglich Große Teile der Zwingeranlagen, das Südliche Rondell und das heutige Schlossgelände sind täglich von 6.00 - 22.00 Uhr kostenlos zu besichtigen. Burgmuseum: Wer die alten Teile des Burgpalastes besichtigen möchte muß das im südlichen Flügel des Schlosses gelegene Budapester Historische Museum besichtigen. Dort kann man die Burgkapelle, den Rittersaal, den Königskeller und weitere Teile der alten Burganlage besichtigen. Öffnungszeiten und Preise: Geöffnet ist täglich, während der Herbst und Wintermonate sind die Außenanlagen des Museums jedoch geschlossen. Eintritt in der Saison, 1400 Forint (6 Euro), ermäßigt 700 Forint (3 Euro). In der Nebensaison ist der Eintritt halbiert. (Stand 2003) Weiterhin befindet sich die Ungarische Nationalgalerie auf der Burg. Diese besitzt eine große Vielzahl alter Meisterwerke der Malerei. Museen in der Burgstadt: Auch die Burgstadt verfügt über eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten die besichtigt werden können. Matthiaskirche, einst Krönungskirche ungarischer und habsburgischer Könige und Fischerbastei sind nur die bekanntesten. Es befinden sich auch zwei Höhlensysteme unter der Burg. Diese können ebenfalls besichtigt werden. Zum einen existiert ein Labyrinth im Burgberg, dass auf die Türkenzeit zurückgehen soll. Zum Anderen läßt sich im Rahmen einer Führung ein Höhlensystem besichtigen das im 2. Weltkrieg Hauptquartier der deutschen Armee während der Schlacht um Budapest gewesen ist. Für Militaria-Fans unbedingt empfehlenswert ist das große Militärhistorische Museum im Norden der Burg am großen Ezstergom-Rondell. Öffnungszeiten: Die meisten Museem haben zwischen 10.00 und 18.00 bzw. zwischen 09.00 und 17.00 geöffnet. Geöffnet ist täglich außer Montags. |
|
|
Gastronomie auf der Burg. |
|
|
Übernachtungsmöglichkeiten in großer Vielzahl und in allen Kategorien in Budapest. |
|
|
Die Budaer Burg die sich eindrucksvoll über der Donau im Herzen der Stadt erstreckt, besteht aus mehreren Teilen. Zum einen der eigentlichen königlichen Burg, die sich im südlichen Abschnitt des Burgberges befindet. Diese Anlage hatte gewaltige Ausmaße und war bzw. ist die größte Burg Ungarns. Die annähernd 400 Meter lange und teilweise 200 Meter breite Anlage war in mehrere Vorburgen und Höfe gestaffelt, die untereinander teilweise mit kleineren Gräben, teilweise mit gewaltigen Halsgräben voneinander getrennt gewesen sind. Davon zeugt heute noch ein restauriertes Stück eines Halsgrabens mit einer auf alten Pfeilern rekonstruierten Brücke die einst den Burgzugang bildete. Die mächtige Burg, die in ihrer Geschichte immer wieder erweitert und ausgebaut wurde, vereinigt teilweise bis heute gotische und renaissance Stilelemente deren Prächtigkeit sich in vielen zeitgenössischen Quellen wiederspiegelt. Auch Zeitgenössischen Darstellungen vermitteln einen Eindruck davon, welche gewaltigen Ausmaße die Burg hatte. Neben den starken Wehranlagen war die Burg geprägt von stattlichen und representativen Gebäuden die vor allem durch den Stephansturm überragt worden sind. Leider haben die großen Schlachten der Geschichte viel vom alten Glanz der Burg zerstört so das man vieles nur noch erahnen kann. Vor allem die große Belagerung von 1686 hat die Burg in Schutt und Asche gelegt. Der Ironie der Geschichte ist es jedoch zu verdanken das die zweite komplette Zerstörung der Budaer Burg im Zweiten Weltkrieg den Forschern die Chance gegeben hat, die alte Burg die bis dahin von dem ab dem 18. Jahrhundert erbauten Palais überdeckt war, zu erforschen, auszugraben und zu rekonstruieren. Dabei kamen teilweise ganze Räume zum Vorschein, wobei die wichtigsten sicher die Burgkapelle und der große Gotische Saal sind. Der große Saal konnte aufgrund der erhaltenen Erdgeschossmauern und der zwei Säulen, die das Kreuzgewölbe getragen haben originalgetreu rekonstruiert werden. Über den Sinn und Zweck bzw. Nutzen von Rekonstruktionen wird in der Fachwelt wohl immer diskutiert werden. Was jedoch auf der Budaer Burg nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen worden ist, verdient einfach hohe Anerkennung. Mit der Rekonstruktion großer Teile der Burg, die nach alten Zeichnungen, Quellen und wissenschaftlichen Befunden vorgenommen worden sind, wurden nicht nur alte Mauern aufgebaut, sondern auch ein Stück Budapester bzw. Ungarischer Geschichte wiederbelebt. Den zweiten und wohl größeren Teil bildet die Burgstadt. Eingefaßt in eine große mit Rondellen bastionierte Mauer, befindet sich ein Kleinod von alten Gebäuden, Kirchen und Gässchen. Faßt alles steht unter Denkmalschutz. Innerhalb dieser mächtigen Mauer befinden sich solche weltberühmten Gebäude wie die Fischerbastei und die Matthiaskirche. Jedoch sollte man nicht nur diese besichtigen sondern sich aufmachen und die kleinen Gassen erkunden. Auch hier wurde im 2. Weltkrieg viel zerstört. Die meisten Schäden wurden jedoch behoben und alles wieder originalgetreu aufgebaut. Entscheidet man sich für die Besichtigung der Burg sollte man einen ganzen Tag einplannen. |
|
|
Gerö László - Várépitészetünk. Budapest, 1975. Gerö László - A Helyreállított Budai Vár. Budapest, 1980. György Lörinczy - Die Burg von Buda. Budapest, 1967. Zsolt Szaboky u. György Szaraz - Die Burg Buda. Budapest, 1990. Zoltan Bagyinszki u. Pal Toth - 100 Magyar Var. Debrecen, 2004. Rene BeBeau - Medieval Castles in Hungary. Budapest, 2001. Kollányi Béla - Az Újjáépült Budavári Palota. Budapest, 1999. |

|
|
|
|