Landesfahne
Kirchenburg Câlnic / Câlnic (Kelling) - Rumänien
Historie


Der erste urkundlich genannte Kellinger Gref Erwin lebte um 1200. Die Gründung der Burg geht wahrscheinlich auf Chyl, Gref von Kelling, zurück, welcher hier einen Grefenhof hatte. Münzfunde aus der Zeit Belas IV und seines Sohnes Stephan V deuten mit großer Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass die Burg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.
Nachdem die Grefenburg 1430 durch Kauf in den Besitz der Bauern gelangt war, errichteten diese eine tonnengewölbte Torwehr vor dem Torturm in Verbindung mit der äußeren Ringmauer.

1438 nahmen die Türken unter Sultan Murad, zusammen mit Truppen seines walachischen Versallen Vlad Dracul die Burg ein. Am 14 September 1439 berichteten Ritter Henning und der Woiwode (= Kriegsherr, bzw. Fürst) Emmerich vor König Albrecht, dass der Pleban (= Pfarrer) Laurentius die Burg von Kelling im Jahr 1438 kampflos an die Türken übergeben habe. Der König erklärte den Pfarrer daraufhin zum Hochverräter und enthob ihn seines Amtes.
1599 wurde Kelling von der Soldateska des Fürsten Mihai aus der Walachei verwüstet.

Quelle: Erwin Amlacher - Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen. München, 2002.


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