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1253
- Die Bischöfe von Chur stehen ständig in Auseinandersetzungen
mit den gewalttätigen, kriegerischen Herren von Matsch. Nach
siegreichem Abschluss einer Fehde gegen diese wird auf Grund eines
Schiedsspruchs dem Churer Bischof Heinrich IV. von Montfort das
Recht eingeräumt an beliebiger Stelle eine Burg zu errichten.
1259
- Die Churburg am Eingang des Matscher Tals, dort wo die Vögte
von Matsch ihren Stammsitz haben, wird erstmals in einer Urkunde
von Bischof Heinrich erwähnt.
1297
- Wenige Jahrzehnte nach der Erbauung fällt die Churburg
bereits in die Hände des Grafen Meinhard II. von Tirol und
1297 ist sie bereits im Besitz der Matscher, deren Machtgewinn
in dieser Zeit erheblich ist. Die Matscher verlassen ihre Burg
im abgelegenen, gleichnamigen Tal und ziehen in die Churburg.
1347
- Die Matscher erwerben das Gericht Glurns.
14.-15.
Jh. - Um- und Zubauten auf der Churburg durch die Vögte von
Matsch.
Ende
15. Jh. - Gaudenz, der letzte Vogt von Matsch, verfügt in
seiner Jugend noch über einen reichen Familienbesitz, führt
aber eine derartige Misswirtschaft, dass er ein Gut nach dem anderen
verkaufen muss und schließlich von seinen Neffen, den Brüdern
Trapp, erhalten werden muss.
1498
- Die Blutgerichtsbarkeit für das gesamte Tal wird an die
Vögte von Matsch übertragen.
1499
- Im Schwabenkrieg wird die Burg von landesfürstlichen Truppen,
unter Wolfgang von Hammersbach, besetzt. Nach der Niederlage an
der Calven leistet die Burg tapferen Widerstand und kann sich
halten.
1504
- Nach dem Ableben des Gaudenz von Matsch kommt es zu Erbstreitigkeiten
zwischen Erhard von Polhaim, dem Ehemann der Tochter des Gaudenz,
und den Söhnen der Barbara Trapp-Matsch, Jakob V. und Karl
von Trapp.
1517
- Das Gerichtsgebiet Glurns und Mals wird an die Herren von Trapp
verpfändet. Die Trapp versuchen die Unabhängigkeit ihres
Gerichts vom Landesherren zu waren und üben tatsächlich
eine fast uneingeschränkte Herrschaftsgewalt aus.
1537
- Durch Schiedsspruch kommt es endlich zum Ausgleich mit den Herren
von Polhaim. Die Churburg und der Matscher Besitz im Vinschgau
fallen an die Herren von Trapp.
1537
- 1560 - Die Trapp erneuern die gesamte Burg. Sie modernisieren
den Palas, bauen eine neue Kapelle und lassen den prachtvollen
Loggienhof errichten.
1541
- Die erste landesfürstliche Belehnung der Churburg an die
Herren von Trapp erfolgt.
1605
- Das Gericht Matsch wird der tiroler Gerichtsbarkeit unterstellt.
Im gleichen Jahr wird die Familie Trapp in den Freiherrenstand
erhoben.
1655
- Die Freiherren von Trapp werden Grafen.
1783
- Jetzt erst wird Matsch dem tiroler Steuersystem angeschlossen.
1850
- Die Churburg wird zum letzten Mal als landesfürstliches
Lehen an die Grafen Trapp vergeben. Seit dem ist die Burg freies
Eigentum der Familie Trapp, die sie bis heute bewohnt.
Quellen:
Leo Andergassen - Churburg - München 1990 / Oswald Trapp
- Tiroler Burgenbuch I - Bozen 1976 - Josef Rampold - Vinschgau
- Bozen 1974
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