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Der
größere Teil der auf einem Kalkfelsen gelegenen Burg wurde
von Johann Hunyadi auf den Resten einer Festung aus dem 12. Jahrhundert
errichtet. 1446 entstand die gotische Burgkapelle, 1452 der Rittersaal.
Die übrigen Teile wurden unter Matthias Corvinus und Fürst
Gabr. Bethlen, welcher 1618 die Burg kaufte, erbaut. Nach 2 Bränden
schlug 1854 der Blitz in die Burg ein, woraufhin sie erneut ausbrannte
und ihr Schicksal besiegelte. Aus diesem Grund wird Castelul Corvinestilor
auch "schwarze Burg" genannt.
Vlad Tepes Draculea traf sich als verschlagener junger Mann mit Hunyadi,
der im Jahre 1447 maßgeblich an dem Umsturz und der Ermordung
seines Vaters beteiligt war, und vereinbarte mit ihm einen wackligen
Frieden. Dracula selbst sollte später für kurze Zeit von Hunyadis
kriegerischem Sohn Mátyás Corvin gefangen gehalten werden.
Eine junge Frau wurde im 15. Jahrhundert nackt an einer Säule des
Rittersaales festgebunden und ein Nagel wurde durch ihren Kopf getrieben,
weil ihre unstandesgemäße Liebesaffäre mit einem Bediensteten
entdeckt worden war. Ihre weiß gekleidete, blutgetränkte
Erscheinung geht angeblich im Hauptturm um und wurde erst vor kurzem,
im Jahre 1990, wieder gesehen. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahre 1873
war tatsächlich ein weibliches Skelett unter den Turmstufen gefunden
worden, dessen Schädel von einem rostigen Nagel gespalten war.
Im hinteren Innenhof der Burg befindet sich ein Brunnen. Er war von
drei unglückseligen türkischen Männern ausgehoben worden,
die von Hunyadis Heer gefangen genommen worden waren. Ihnen war die
Freiheit versprochen worden unter der Bedingung, dass sie Wasser fänden.
Nachdem sie neun Jahre lang mit bloßen Händen bis auf eine
Tiefe von sechzig Fuß gegraben hatten, wurden sie schließlich
fündig, doch Hunyadi war inzwischen gestorben. Sein Nachfolger
hielt sich nicht an das Abkommen, und die unglücklichen Männer
wurden von den Mauern der Burg in den Wassergraben gestürzt, wo
sie ertranken. Ihre in den Felsen nahe des Grundes des Brunnen geritzten
Namen sind heute noch zu sehen, zusammen mit einer Inschrift, welche
übersetzt bedeutet: "Wasser habt ihr, aber kein Herz."
Quellen:
Simon Marsden - Geistersuche, o.J. / Zoltan Bagyinszki u. Pal Toth -
100 Magyar Var. 100 ungarische Burgen. Debrecen, 2004.
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