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Fründsberg
war einst eine jener vielen kleinen Rodungsburgen, wie sie
in der Umgebung von Wald gehäuft auftreten. Auf einem
nach Westen ausgerichteten Geländevorsprung aus Nagelfluh
stand einst die Kernburg. Sie war vom Berg durch einen bis
zu 8 Meter tiefen, steilwandigen Graben abgetrennt. An dessen
südlichem Ende, wo er am tiefsten ist, wurde in der
Grabensohle ein Pfeiler ausgespart, der vermutlich die Zugangsbrücke
stützte. Ein breites, unebenes Gelände bildete
die Vorburg, vor welcher ein zweiter, viel weniger ausgeprägter
Graben folgte. Im 16. Jhdt. berichtet der Chronist Johannes
Stumpf, die Burg soll aus einem Holzbau in Form eines Blockhauses
bestanden haben. Auf dem Plateau der Kernburg waren allerdings
um 1900 noch Mauerreste erkennbar – ob von einem Turmfundament
oder einer Ringmauer, ist nicht bekannt. Heute ist von diesen
Spuren nichts mehr sichtbar.
Mit «R. Vrunt miles de Fruntsberc» tritt 1259 jener
Ritter als Zeuge in einer Urkunde in Erscheinung, der wohl
als Erbauer der Burg zu gelten hat. Wie die umliegenden Burgen
war Fründsberg damals Sitz eines Ministerialengeschlechts
und Zentrum einer kleinen Rodungsherrschaft. 1276 und 1277
nennen die Urkunden einen Werner von Fründsberg. Die Burg
selbst wird 1280 als «Fruntsperg» erstmals explizit
genannt. Über ihren Abgang ist nichts bekannt. Später
wurde der markante Nagelfluhkopf der Kernburg als ein Grenzpunkt
zwischen den Kantonen Zürich und St. Gallen bestimmt.
Heute verläuft die offzielle Grenze allerdings wenige
Meter unterhalb der Burg, weshalb diese – entgegen einigen älteren
Verzeichnissen – eindeutig dem st. gallischen Gebiet
zuzurechnen ist. |