Wappen von Mals
Fürstenburg / Mals-Burgeis - Südtirol
Historie


1278 - Mit Zustimmung des tiroler Landesfürsten Meinhard II. lässt Bischof Konrad von Chur, als sichtbares Zeichen der fürstbischöflichen Herrschaft über den oberen Vinschgau, die Fürstenburg errichten.

1333 - Bischof Johannes I. von Chur verpfändet die neu erbaute Burg an Ulrich von Aspermont.

1347 - Die Fürstenburg wird zurückgelöst.

um 1349 - Da die Fürstenburg mitten im tiroler Hoheitsgebiet liegt, wird sie immer wieder in die Konflikte mit den tiroler Landesfürsten hineingezogen. Die Vögte von Matsch, die schon lange Gegner der Churer Herrschaft im Vinschgau sind, nehmen im Auftrag des Landesfürsten die Burg ein. Die Burg wird aber nicht an die Matscher verpfändet, sondern an Konrad von Freyberg.

1356 - Bischof Peter von Chur vergleicht sich mit Konrad von Freyberg und löst die Burg wieder zurück.

1382 - Der Churer Bischof Friedrich überlässt die Fürstenburg dem Konrad von Stadion.

1431 - Die Fürstenburg wird erneut durch eine landesfürstliche Streitmacht belagert und zur Aufgabe gezwungen.

1499 - Im Engadiner Krieg wird die Burg durch den tiroler Landeshauptmann Leonhard von Völs überrumpelt und der darin weilende Bischof Heinrich IV. von Hewen gefangen genommen. Bis zur Niederlage an der Calven bleibt die Burg durch die Österreicher besetzt.

1525 - Der Bischof Paulus Ziegler (1505-1541) muss aus Chur fliehen und verbringt den größten Teil seiner Regierungszeit in Fürstenburg.

1565 - 1601 - Bischof Beat a Porta (1565-1581) verbringt sechs Jahre im Fürstenburger Asyl und ebenso sein Nachfolger Peter Raschér (1581-1601).

1607 - Als Bischof Johannes V. von Aspermont aus Chur nach Tirol flieht, sind ihm seine Gegner zuvor gekommen und verwehren ihm den Zutritt zur Burg. Die Bündner werden zwar bald von den Österreichern vertrieben, doch benütz der tiroler Landesfürst die Gelegenheit um eine österreichische Besatzung auf der Burg zurück zu lassen.

1657 - Bischof Johannes VI. tritt die Gerichtsbarkeit über die Churer Untertanen im Vinschgau an die tiroler Landesfürsten ab.

1802 - Im Rahmen der Säkularisation fällt die Fürstenburg an den Kaiser.

1805 - 1814 - In der bayrischen Zeit dient die Fürstenburg als Landgericht.

1814 - 1850 - Nach der Rückkehr Tirols an Österreich ist die Burg Sitz des k.k. Rentamtes.

1859 - Die Gemeinde Burgeis erwirbt die Fürstenburg.

1884 - Die Burg wird an das Stift Marienberg verkauft.

1914 - Während des 1. Weltkrieges sind in der Burg russische Kriegsgefangene untergebracht.

1952 - Die Südtiroler Landesregierung pachtet die Fürstenburg und richtet in ihr eine landwirtschaftliche Schule ein.

Quellen: Oswald Trapp - Tiroler Burgenbuch I - Bozen 1976 / Josef Weingartner - Tiroler Burgen - Innsbruck 1962 - Josef Rampold - Vinschgau - Bozen 1974


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