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Burg Hochnaturns / Naturns (Naturno) - Südtirol | Historie |
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1237 - Die Herren von Naturns sind Ministerialen der Grafen von Tirol und bewohnen den Turm zu Naturns. Ein Heinrich von Naturns ist nachweisbar. 1312 - König Heinrich VII. verleiht den Turm in Naturns an Waltgerum de Naturns. Mitte 14. Jh. - Die Herren von Naturns sterben aus. Ursula von Naturns, die mit Gaudenz von Lichtenberg verheiratet ist, vererbt die Burg an ihre Tochter Katharina von Maretsch. 1437 - Als hier schon längst eine kleine Burg besteht ist immer noch vom Turm in Naturns die Rede. Obwohl bedeutendster Adelssitz am Ort hat die Burg noch immer keinen Namen. Man nennt sie kurzerhand nach dem Dorf. 1508 - Mit Hieronymus stirbt das Geschlecht der Maretscher im Mannesstamm aus. Kaiser Maximilian verleiht das heimgefallene Lehen an Hypolita von Maretsch, der Tochter des Hieronymus. Als ihren Lehnsträger bestimmt der Kaiser den Hauptmann an der Etsch, Lienhart zu Völs. 1529 - Nach dem Tod der Hypolita, die mit Reinprecht Boymont von Payrsberg verheiratet war, kommt Naturns als Manneslehen an Leonhard von Völs, der es aber gegen das Gericht Königsberg eintauscht. 1538 - Melchior und Christoph von Völs geben das Lehen zurück und Johann Abundus von Tschötsch wird mit Burg Naturns belehnt. 1548 - Abundus wird mit dem Prädikat "von Naturns" in die Tiroler Adelsmatrikel aufgenommen. Er lässt verschiedene Umbauten an der Burg vornehmen. 1563 - Gegen Zahlung von 1500 Gulden wird das Lehen Naturns freies Eigentum. 1568 - Abundus stirbt. Durch Dorothea von Tschötsch, der Enkelin des Abundus, die mit Andreas Fieger verheiratet ist, kommt Naturns an die Fieger von Friedberg. 1802 - Die Fieger von Friedberg sterben aus. Burg Naturns wird vom Grafen Johann Mohr von der nahen Burg Tarantsberg erworben. 1836 - Franz Ritter von Goldegg kauft Naturns und nimmt einige bauliche Veränderungen vor. 1838 - Die Burg kommt in bäuerlichen Besitz und dient vorübergehend als Armenhaus. 1895 - Gottfried Georg Haas aus Ilbenstadt in Hessen erwirbt die Burg. Haas lässt zahlreiche bauliche Sicherungsarbeiten durchführen. Der begonnene Verfall der Burg wird gestoppt. Dabei werden aber auch unglückliche Renovierungsarbeiten vorgenommen. 1913 - Haas verkauft die Burg an August Kleeberg aus Frankfurt. 1915 - Durch längere Einquartierungen während des Ersten Weltkriegs nimmt die Burg erheblichen Schaden. 1928 - August Kleeberg setzt die ausgeleerte Burg wieder instand. 1943 - Kleeberg wir durch den SS-Sturmbannführer Schwend verdrängt. 1952 - Burg Naturns wird von Frau Mastropaola-Schguanin erworben und zu einem Schlosshotel ausgebaut. 1992 - Die Burg dient der Familie Mastropaola als Privatwohnsitz. Quelle: Oswald Trapp - Tiroler Burgenbuch II.Bozen, 1973. |
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