Wappen von Kastelbell
BURG KASTELBELL (CASTELLO DI CASTELBELLO)
Europa / Italien / Südtirol / Kastelbell-Tschars

Information

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Historie

Grundriss

Anfang 13. Jh. - Die Burg wird von den Herren von Montalban erbaut.

1238 - Kastelbell ist im Besitz der Erben der Herren von Montalban, den Herren von Schlandersberg.

Ende 13. Jh. - Die tiroler Landesfürsten sind im Besitz der Burg.

1300 - Kastelbell ist Sitz eines eigenen Gerichts und Amtes. Perchtl Egno von Angestrein, Berchthold Rubeiner, Griffo von Villanders und Egno von Tschardes werden als Richter in Kastelbell genannt.

14. Jh. - Burg und Gericht Kastelbell ist an die Herren von Schlandersberg verpfändet.

1443 - Jakob von Reichenbach übergibt die Burg dem Ritter Parzival von Annenberg.

1472 - Herzog Sigmund verkauft Burg, Gericht und Amt den Brüdern Sigmund und Cyprian von Niederthor und Jörgen von Montani.

1505 - Kastelbell geht an die Kuen von Belasi über.

1531 - König Ferdinand I. verpfändet Kastelbell an Sigmund Hendl. Die Hendl führen im Laufe des 16. Jh. erhebliche Vergrößerungen und bauliche Veränderungen auf der Burg durch. Die Burg erhält ihre heutige Form.

1697 - Erhebung der Hendl in den Grafenstand.

19. Jh. - Wie viele Adelsfamilien können auch die Grafen Hendl ihren Reichtum und ihre Macht in den sich schnell ändernden sozialen Verhältnissen des Jahrhunderts nicht halten und der Abstieg der Familie beginnt.

1825 - Burg Kastelbell wird durch Brand erheblich zerstört. Nur ein kleiner Teil wird zu Wohnzwecken wieder aufgebaut.

1949 - Graf Siegmund von Hendl zu Goldrain und Castelbell, das letzte männliche Mitglied der Familie, stirbt.

1956 - Der Staat erwirbt nach einem sich über Jahrzehnte hinziehenden Rechtsstreit den Gebäudekomplex.

1987 - 1995 - Sicherungsarbeiten und Ausbau zu einem Ausstellungs- und Kulturzentrum.

1998 - Comtesse Elvira, die letzte Gräfin Hendl, wohnt bis zu ihrem Tod auf Burg Kastelbell.

Quellen: Oswald Trapp - Tiroler Burgenbuch, Band 1: Vinschgau. Bozen 1976 /
Josef Rampold - Vinschgau. Bozen, 1974 /
Josef Weingartner - Tiroler Burgen. Innsbruck, 1962
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