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Weitläufige Anlage mit Baumerkmalen mehrerer Jahrhunderte, der Kern der Hochburg um 1100,
Wohnturm des 13. Jahrhunderts mit angebautem Palas. Westlicher (kleiner) Burghof mit Kapelle
und mittelalterlicher Burgküche vor 1400, nach Brand um 1400 großzügiger Ausbau nach Osten mit
großem Burghof und Ringmauer. Zahlreiche an die Ringmauer gestellte Wohngebäude und großräumiger
Torbau.
Im Norden etwas tiefer gelegener Wirtschaftshof des 15. Jahrhunderts mit großen Scheunen
und Stallungen sowie an den Toren zwei Wächterhäuser, ebenfalls von Ringmauer umgeben.
Nach 1629 Verfall der Anlage, der untere Wirtschaftshof wurde von den Bauern der Umgebung als Steinbruch
benützt, daher bis auf ein noch erhaltenes Wächterhaus und einige aufsteigende Mauern wenig erhalten.
In der Hochburg sehr viel aufsteigendes Mauerwerk, welches die ehemaligen Gebäude gut erkennen lässt.
Die südliche Turmwand ist eingestürzt, doch ist der Turm mit drei Wänden bis zum 4. Geschoss voll erhalten.
Auch die Ringmauer ist trotz relativ geringer Mauerstärke gut erhalten.
Zahlreiche Funde des 12. bis 16. Jahrhunderts in Form von Keramik, Glas und Eisenteilen.
Seit 1997 historische Forschungen und archäologische Grabungen, welche 2004 durch eine Grabung im bisher
unerforschten Bereich des Turmes fortgesetzt wurde. Die bisherigen Funde werden in einem kleinen Museum gezeigt.
Bericht der Grabung von 2004 (Joachim Eichert):
Im August haben Studenten der Universitäten Padua und Wien unter der Anleitung meines Sohnes Stefan Eichert westlich des Turms auf der Hochburg eine Grabung durchgeführt (Gesamtleitung: Univ. Doz. Dr. Paul Gleirscher, Landesmuseum für Kärnten). Unsere ursprüngliche Annahme, dabei auf die Reste des Palas zu stoßen hat sich nicht bestätigt. Viel sensationeller, wir sind auf einen in der Mitte des 13. Jahrhunderts durch Gewalteinwirkung zerstörten Vorgängerbau gestoßen. Eine Brandschichte und eine große Anzahl von Armbrustbolzen und eine Brandschicht bezeugen dies. Weiters fanden wir einen Ring des 15. Jahrhunderts mit einer lateinischen (noch nicht entzifferten) Inschrift und eine Gürtelschnalle, sowie natürlich eine Unmenge an Keramik, die Funde werden zur Zeit bearbeitet. Nächstes Jahr soll es dann weitergehen - wir sind natürlich schon alle sehr gespannt. Auf jedem Fall wird man die Geschichte und die vorhandenen (leider sind es nur wenige) Urkunden neu überdenken und in einigen Punkten ergänzen bzw. neu schreiben müssen. Soviel zum neuesten Stand auf der Leonstein.
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