Wappen von Poederoijen
Burg Loevenstein / Poederoijen - Niederlande
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Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg von den Herren von Altena auf einer strategischen Stelle, am Zusammenlauf der Flüsse Maas (Merwede) und Waal, auf der Grenze der alten Grafschaften Holland und Gelder und des Herzogtums Brabant erbaut. Die Burg wurde als Zoll und Grenzfestung gegen die Grafschaft Gelder erbaut. Anfangs bestand die Burg aus einem Donjon.

In 1357 lässt Dirc Loef von Horne sich vom Herzog Albrecht von Bayern mit der Herrschaft Altena belehnen. Er erbaut 1368 die heutige Burg in der Form einer rechteckigen Kemenate mit zwei anlehnenden viereckigen Türmen. (Fälschlich wird angenommen, dass die erste Burg 1368 vom ihm erbaut wurde.) Zugleich mit dem Bau der Hauptburg wurde eine Vorburg erbaut und 1385 mit runden Türmen befestigt (nur der rechte Turm ist noch übrig geblieben).

Wie auf vielen Burgen fanden auch auf Burg Loevestein traurige Geschichten statt. So wurde im Jahre 1446 der Ratspensionär von Holland auf der Burg hingerichtet, nachdem er den Schlossvogt von Medemblik fälschlich des Mordes beschuldigt hatte.

Bis zum 80-jährigen Aufstand der Niederlande gegen Spanien bleibt es still rund um die Burg. Während des 80-jährigen Aufstandes, in 1572, nehmen die Wassergeusen die Burg ein. Wilhelm von Oranien lässt die Burg mit Wällen und Bollwerken befestigen. Danach wurde Loevestein als Staatsgefängnis genutzt. Der berühmte Rechtsgelehrte Hugo de Groot wurde hier eingesperrt. 1621 gelang es ihm aber, in einer Büchertruhe zu entkommen!

Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zur fünfeckigen Festung ausgebaut und in die Holländische Wasserlinie aufgenommen.

In den nächsten Jahrhunderten verfällt die Burg allmählich. 1740 stürzt der oberste Teil des Torturms herunter.

Erst im 20. Jahrhundert ist die Festung restauriert worden und als Museum eröffnet.

Quellen: J. Harenberg (u.a.) – Middeleeuwse Kastelen in Gelderland. Rijswijk, 1984. / H.L. Janssen (u.a.) - 1000 jaar Kastelen in Nederland, Utrecht, 1996. / P. van Reijen – Middeleeuwse Kastelen in Nederland, Haarlem, 1979. / F.W. van Gulick – Nederlandse Kastelen en Landhuizen, Voorburg, 1960. / NKS (Hrsg.) - Nederlandse Kastelengids. Wijk bij Duurstede, o.J.


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