Landesflagge
Marienburg / Malbork - Polen
Infoseite


Parkmöglichkeiten

Anfahrt:
über die Landstraße von Tczew – Elblag, frühzeitig ausgeschildert.

Parkmöglichkeiten:
Bewachter, kostenpflichtiger Parkplatz vor der Burg.

Eintritt

Im Außenbereich frei zugänglich, Mittelschloß und Hochschloß nur mit Führungen zugänglich. Diese in allen Sprachen. Grundgebühr 20 Zl. p.P. zuzüglich 150 Zl für Fremdsprachen. Ideale Gruppengröße 10-12 Personen. Stellen Sie sich einfach ans Kassenhäuschen und sprechen
deutschsprachige Touristen an, Sie haben Ihre Gruppe innerhalb weniger Minuten zusammen. In der Hauptsaison Voranmeldung empfehlenswert.

Besichtigungszeit mit Führungen und Außenbereich minimal 3 Stunden. Geöffnet täglich 09.00 Uhr – 19.00 Uhr (01.05.-30.09), sonst 10.00 Uhr – 15.00 Uhr, von Ostersamstag 12.00 Uhr und einschließlich Ostersonntag geschlossen. Ostermontag geöffnet.

Gastronomie
Mehrere Restaurants und Imbisse auf der Burg
Übernachtungsmöglichkeiten
Burghotel
weitere Infos

Die Marienburg, mit annähernd 800 Meter Länge, ist der größte Monumentalbau des Deutschen Ordens. Die Burg war zeitweise Sitz der Hochmeisters des Deutschen Ordens.

Großartige riesige dreiteilige Anlage an der Nogat. Heute noch 800m lang und 220m breit (ursprünglich 1200 und 250m). Ehem Residenz des deutschen Ordens in Preussen, aufgeteilt in Hochschloß (der Klosterfestung für die Ritter), Mittelschloß (der Residenz des Hochmeisters) und dem Vorschloß (stark befestigter Wirtschaftshof). Das ganze umgeben von einem 2-4 fachem Zwingersystem, in dem die einzelnen Burgteile mit einbezogen sind. Tiefe , ursprünglich flutbare Gräben bilden einen zusätzlichen Schutz.

Vorschloß: Wirtschaftsgebäude (heute teilweise Hotel), Lorenzkirche, Zeughaus u.v.m. Die Befestigung des 14. Jh. gewaltig mit Mauertürmen in Dimensionen, die manchen Bergfried mickrig erscheinen lassen. Davor die Neubefestigung von 1410ff. mit halbrunden Basteien und Erdwerken.

Mittelschloß: der kunstgeschichtlich gesehen bedeutendste Teil der Burg, ein Juwel der Burgenarchitektur von europäischem Rang. Dreiflügelanlage mit Zwinger und Graben (20m breit und 10m tief). Südflügel ehem. Gästehaus für Besucher. Im Nordflügel war die Firmarie (Krankenstation), diese mit besonders prächtigem Giebel. Westflügel mit Hochmeisterpalast und Großem Remter. In diesem größten Saal des Schlosses konnten bis zu 400 Gäste bewirtet werden. Im Hochmeisterpalast Winter- und Sommerremter, Wohnräume des Hochmeisters und des polnischen Königs.

Hochschloß: Rechteckige Kastellanlage mit Kirche, zweifachem Zwinger und 2 mächtigen Wehrtürmen. Gewaltiger 20m breiter und 15m tiefer Graben zum Mittelschloß. Marienkirche noch Ruine, Rekonstruktion bis 2012 geplant. Glockenturm (zugleich Wachtturm) 66m hoch. Zweistöckiger Kreuzgang im Hof. Die Räumlichkeiten allesamt aus dem 14.Jh., überwiegend rekonstruiert nach den Zerstörungen 1945. Alle Säle zweischiffig mit Netzgewölben. Die wichtigsten sind der Kapitelsaal, 3 Dormitorien um im EG Küche und Bäckerei. Der Dansker und der Pfaffenturm waren wichtige Verteidigungsbollwerke, letzterer wurde auch zweimal, 1410 und 1945 vollständig zerstört und wieder aufgebaut. Der Dansker war zugleich Toilettenturm der Ritter, zugänglich über einen auch heute noch begehbaren Gang von 60m Länge.

Zwingeranlagen: Zur Nogat hin wird die Marienburg durch ein vierfaches Zwingersystem geschützt, deren Hauptbollwerk das doppeltürmige Nogattor ist. Ursprünglich musste man 14!! Tore, 3 Zugbrücken und 3 Fallgatter passieren, um in das Hochschloss zu gelangen. Heute führt unterhalb der nicht mehr vorhandenen alten Brücke ein Fußgängersteg über den Fluss. Ein muss!! Von hier
schönster Blick auf die Gesamtanlage.

Literatur
Bernard Jesionowski - Schloss Marienburg. k.A.
Hartmut Boockmann - Die Marienburg. Frankfurt/M., 1992.
Mariusz Mierzwinski und Marek Zak - Marienburg. Das Schloß des Deutschen Ordens. k.A.
Bernhard Schmid - Die Marienburg. Wiesbaden, 1955.
? - Die Marienburg. Königstein/Ts., 1955
Tomasz Torbus - Die Konventsburgen im Deutschordensland Preussen. München, 1998
Niels von Holst - Der Deutsche Ritterorden und seine Bauten. Wiesbaden, 1997.
August Winnig - Der deutsche Ritterorden und seine Burgen. Königstein/Ts., 1939.


Ansicht


Historie
Ansichten
Grundrißplan

zurück