Wappen von Bozen
SCHLOSS MARETSCH (CASTEL MARECCIO)
Europa / Italien / Südtirol / Bozen

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Historie

Grundriss

um 1185 - Erste Erwähnung von Maretsch, und zwar als Flurname.

um 1237 - Ein gemauertes Gebäude, eine Art befestigtes Weingut, wird als Besitz des Heinrich de Lapide erwähnt.

1240 - 1250 - Der Besitz wird von einer Familie aus dem Bozener Stadtadel übernommen und zu einer Burganlage ausgebaut.

1253 - Die Familie nennt sich jetzt nach der Burg. Erwähnt werden die Brüder Berthold und Heinrich von Maretsch.

1275 - Heinrich von Maretsch ist Ministeriale des Tiroler Landesherren, Meinhard II.

nach 1300 - Paul und Berthold von Maretsch sind Richter in Bozen.

1385 - Volkmar, ein Sohn des Richters Berthold von Maretsch setzt seine Vettern Thomas und Heinrich von Maretsch als Erben von Burg Maretsch ein.

1454 - Daniel von Maretsch, der Sohn des Thomas, vererbt die Burg an seine Tochter Klara Reifer von Campill. Nach deren Tod (1454) wird ihr Sohn Christoph Reifer Besitzer von Maretsch.

1464 - Christoph Reifer - offensichtlich geistesgestört - überlässt Maretsch Herzog Sigmund, nach dem ihm zuvor vom Herzog wegen zahlreicher Vergehen der Prozess gemacht wurde, im Tausch gegen seine Freiheit.

1476 - Herzog Sigmund verkauft die Burg an Hans Metzner, nach dem dieser schon vorher einen Teil von Maretsch erworben hatte.

1477 - Sigmund Römer, erwirbt von seinem Schwager Hans Metzner, das Anwesen und nennt sich von Maretsch. Ihm folgt sein Sohn Hans als Herr von Burg Maretsch.

1507 - Christoph Römer von Maretsch, der Sohn des Hans, übernimmt die Burg und lässt wie schon sein Vater umfangreiche Umbauarbeiten durchführen.

1516 - 1526 - Christoph Römer ist Hauptmann in Buchenstein.

1539 - Christoph erhält die Hauptmannschaft über vier wichtige Vikariate im Trentin mit Sitz in Avio.

1558 - 1570 - Die vier Söhne des Christoph, Hans Jakob, Lukas, Christoph Sigmund und Kaspar Melchior, bauen die ältere Anlage in einen repräsentativen Wohnsitz um. Durch sie erhält die Burg ihre heutige Gestalt. Alle vier Brüder erreichen ansehnliche Positionen im Dienst des Tiroler Landesfürsten.

1573 - Lukas Römer erhält für sich und die Nachkommen seines Bruders Hans Jakob den erblichen Freiherrenstand verliehen.

1590 - Lukas der Jüngere, Sohn des Hans Jakob, macht eine militärische Karriere und wird kaiserlicher Oberst.

1612 - Das Geschlecht der Römer von Maretsch erlischt im Mannesstamm. Maretsch kommt in die Hände des Ulrich Hendl.

1629 - 1634 - Die Hendl führen umfangreiche Umbauarbeiten an dem Schloss durch.

1657 - Maretsch wird an den Abt Bernhard von Stams verkauft, der es ein Jahr später an den Salzburger Erzbischof Guidobald Thun weiter verkauft.

1851 - Karl Graf Thun verkauft Maretsch, das sich fast zweihundert Jahre im Besitz seiner Familie befand, an die Gräfin Anna Sarnthein.

1918 - Maretsch wird vom italienischen Militär besetzt.

1919 - 1973 - Die Anlage wird als Staatsarchiv genutzt.

1974 - Schloss Maretsch wird an die Bozener Kurverwaltung verkauft.

Quellen: Oswald Trapp - Tiroler Burgenbuch. Bozen, 1989 / Josef Weingartner - Tiroler Burgen. Innsbruck, 1962.
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