![]() |
Burg Obermontani / Latsch - Fraktion Morter - Südtirol |
Historie
|
|
1228 - Graf Albert II. von Tirol verpflichtet sich, die offenbar kurz vorher auf Churer Grund und Boden erbaute Burg als Lehen des Hochstiftes Chur anzuerkennen. 1259 - Graf Meinhard II. von Görz-Tirol übergibt die Burg seiner Frau Elisabeth von Bayern als Hochzeitsgabe. Montani ist damals die bedeutendste Burg im mittleren Vinschgau. 13./14. Jh. - Die Burg scheint in kriegerische Verwicklungen geraten zu sein, dies ergibt sich aus den Mehrausgaben für Reparaturen und erhöhte Wachsamkeit, wie aus den landesfürstlichen Ausgabebüchern ersichtlich ist. 1305 - 1332 - Burgmannen der tiroler Landesfürsten üben die Burghut auf Montani aus. Unter ihnen wird auch ein Ministeriale von "Montaenie" genannt. 1335 - Im Lehnsregister König Heinrichs werden Peter und Roman von "Montanye" als Lehnsträger genannt. 1348 - Kaiser Karl IV. stellt die alten Lehnsrechte des Hochstiftes Chur an Burg Montani wieder her. 1382 - Herzog Albrecht belehnt den Mattheis von Montani und seine Erben mit der Burg. Mattheis ist der zweite Ehemann der Petrissa Tarant, die aus ihrer ersten Ehe mit Konrad von St. Afra mehrere Söhne hat. 1396 - Herzog Leopold IV. belehnt Petrissa und ihre Söhne Sigmund, Joachim und Sorabobel mit dem Moretscher Anteil an Burg Montani. Joachim von St. Afra erwirbt die Anteile seiner Brüder, begründet mit Dorothea von Griesinger, deren Mutter der älteren Familie von Montani entstammt, ein neues Geschlecht, und nennt sich zukünftig von Montani. 1495 - Hans Brandis wird Besitzer eines Teiles von Montani. 1501 - König Maximilian belehnt Viktor, den Enkel des Joachims, mit dem heimgefallenen Burganteil des Hans Brandis. Die Burg ist jetzt vollständig im Besitz der Herren von Montani und wird von ihnen weitgehend erneuert. 1614 - Mit Balthasar sterben die Herren von Montani aus. Montani kommt in den Besitz des Grafen Maximilian von Mohr. 1653 - Burgfrieden und die nieder Gerichtsbarkeit werden auf Morter und das Martelltal ausgedehnt. 1833 - Graf Josef Mohr und sein Schwager Ignaz von Reinhard (1837) wohnen und sterben noch auf Burg Montani. 1839 - Ober- und Untermontani werden öffentlich versteigert und fallen an den Bauern Lorenz Stocker. Nach und nach wird das gesamte Inventar, darunter auch die berühmte Handschrift des Nibelungenliedes, verkauft. Die Burg beginnt zu verfallen. um 1800 - Graf Riamo von Holst erwirbt die beiden Ruinen Ober- und Untermontani. 1935 - Eine italienische Gesellschaft ersteigert das Areal. Es beginnt eine lange Periode der Vernachlässigung und des rapiden Verfalls. ab 1970 - Im Auftrag des Denkmalamtes werden umfangreiche Sicherungsarbeiten durchgeführt. Quellen:
Oswald Trapp - Tiroler Burgenbuch I - Bozen 1976 / Josef Weingartner
- Tiroler Burgen - Innsbruck 1962 / Josef Rampold - Vinschgau - Bozen
1974 |
|
|
|
|