Cetatea Oradea / Oradea (Grosswardein) - Rumänien |
Historie |
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens «Varadinum» (Oradea) stammt aus dem Jahre 1113. Die Errichtung der Burg wird König Ladislau I. (1077-1095) zugeschrieben, der an einem Ort namens Varad (laut Chronicum pictum Vindobonensae) ein Kloster gründen liess. Das damalige «castrum» bestand aus einer Wall- und Grabenanlage und war nur teilweise in Stein ausgeführt. Die erste Erwähnung
der Burg stammt aus dem Jahr 1241, als Ruggero di Puglia ihre Zerstörung
durch die Mongolen in seinem Lied «Carmen miserabile» verewigte.
Im 14. Jhdt. wurde die Anlage neu errichtet, mit starken Türmen und
einem gotischen Palas im Südteil. Von 1342 bis 1370 wurde innerhalb
der Mauern eine dreischiffige Kathedrale erbaut, die Gebrüder Martin
und George aus Cluj schufen zudem drei Statuen der heiliggesprochenen
Könige Stephan I., Ladislau I. und Emeric. An Ostern 1412
trafen sich der deutsche König Sigismund (ab 1433 Kaiser) und König
Vladislav Jagello von Polen in Oradea. Sigismund wurde nach seinem
Tod (1437)
in der Kathedrale beigesetzt. Im Sommer 1660
zog schliesslich ein riesiges osmanisches Heer vor die Festung. Gemäss
Überlieferung waren es 45'000 Türken, welche das von 850 Verteidigern
gehaltene Oradea 46 Tage lang belagerten. Am 27. August gelang die
Eroberung, und Oradea kam für 32 Jahre unter osmanische Herrrschaft.
Erst Ende Mai 1692, nach monatelanger Belagerung, gelang einem kaiserlichen
Heer die Rückeroberung. Quellen: Infotafel vor der Festung und www.oradea.ro |