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Anfahrt: Man erreicht Quéribus von Perpignan aus über die D 117. In Maury biegt man nach rechts auf die D 19 ab und folgt den Hinweisschildern.
Von einem kostenlosen Parkplatz am Fuße des Burgberges führt eine schmale, steile Straße zu einem weiteren (außerhalb der Saison kostenlosen) Parkplatz unterhalb der Burg. Auch Busse fahren hinauf. Eine Begegnung ist nur an bestimmten Ausweichstellen möglich. Man muss sich sorgfältig orientieren; besondere Hinweise gibt es nicht. Der Raum auf dem oberen Parkplatz ist begrenzt. Zur Burg führt ein etwas schwieriger Fußweg von ca. 15 Min. Wenn es sich einrichten lässt, sollte Quéribus nicht in der Haupturlaubszeit besucht werden. Ab 50 Personen sind Räumlichkeiten und Gelände der Burg gut ausgelastet - im Sommer kommen mehr!
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Eintritt:
Erwachsene: 5 EUR
Kinder: 2 EUR
Öffnungszeiten:
Januar: 10.00
- 17.00 Uhr (Schulferien)
Februar: 10.00 - 17.30 Uhr
März: 10.00 - 18.00 Uhr
April - Juni, September: 9.30 - 19.00 Uhr
Juli, August: 9.00 - 20.00 Uhr
Oktober: 10.00 - 18.30 Uhr
November, Dezember: 10.00 - 17.00 Uhr
(bei Gewitter und Starkwind ist die Burg geschlossen!)
Das Begehen der Burg ist nicht ganz ungefährlich. An einigen Stellen hätte man sich ein Geländer gewünscht, andere gesperrt gesehen. Für manchen Burgenfreund macht es einen Reiz aus, Familien mit kleinen Kindern ist besondere Vorsicht empfohlen!
Information:
Tel. / Fax: 04 68 45 03 69
(Stand: September 2004)
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Château de Quéribus, eine der sog. Katharerburgen im Roussillon, Frankreich, ist geschichtlich eng verbunden mit dem unterhalb in der Nachbarschaft gelegen Ort Cucugnan.
Die Katharer:
Das religiöse Selbstverständnis der Katharer (von griech. katharoi, die Reinen, vermutlich Ursprung des deutschen Wortes "Ketzer") geht auf eine Sekte aus dem byzantinischen Raum zurück. Im 10. Jh verkündete ein bulgarischer Priester namens Bogumil urchristliche Ideale. Der Glaube breitete sich zunächst im Rheinland und nach 1160 im ganzen mittel- und westeuropäischen Raum aus. 1167 waren im Languedoc vier Bischofssitze mit Katharern besetzt. Nach ihrem Glauben konnte die missratene Welt nicht gottgewollt sein. Deshalb müsse man sich von allem Irdischen trennen. Auch die von der katholischen Kirche zur Läuterung empfohlene harte Arbeit war inakzeptabel. Alles Weltliche wurde verneint, um sich Gott und dem Guten spirituell zu nähern. Papst Innozenz III beschloss, die katharische Häresie nicht länger dulden zu können, zumal der französische Territorialadel sich nur allzu gern der Glaubensideale der Katharer als Argumentationshilfen für ihre Auseinandersetzungen mit der Kirche und König bediente, um deren Macht noch weiter zu begrenzen. - So gewährten die Adeligen auf ihren Burgen den Katarern Schutz, nachdem der Papst 1207 zu einer bewaffneten Wallfahrt, einem Kreuzzug, gegen die Andersgläubigen aufgerufen hatte. Keinesfalls haben die Katharer die vielen ihnen zugeschriebenen Burgen erbaut. Es widersprach vollkommen ihrer religiösen Haltung. Sie wurden benutzt, um Papst und König moralisch legal trotzen zu können. Gegen die Kreuzfahrer wehrten sie sich nicht, sondern gingen als Märtyrer in den Tod, nachdem eine über die andere ihrer Fluchtburgen gefallen war. Auch heute werden die Katharer in der Tourismus-Werbung benutzt, Katharer hier, Katharer dort. Die unsinnigsten Wortzusammensetzungen sind im Umlauf. Über ihre christlichen Grundgedanken erfährt man im materiell geprägten alltäglichen Urlaubstrubel des "Pays Cathare" nichts.
Weitere Fotos zu den Burgen des Languedoc:
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