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Burg Reichenberg / Taufers im Münstertal - Südtirol | Historie |
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1170 - Die Herren von Reichenberg haben die Burg als Lehen der Bischöfe von Chur inne. Ein "Swicherus de Richenberc" wird erwähnt. 1242 - Die Reichenberger, die ursprünglich vom Stift Chur mit Tarasp im Engadin belehnt sind, erhalten jetzt auch das Amt des Vizedoms über die Churer Untertanen im Vinschgau. Dies führt zu heftigen Interessenskonflikten mit den mächtigen Vögten von Matsch. 13. Jh. - Das 13. Jahrhundert ist ausgefüllt mit Gewalttaten der beiden kriegerischen Geschlechter Reichenberg und Matsch. 1330 - Heinrich von Reichenberg, seine Söhne Heinrich und Lorenz, sowie Ulrich und Schweighart von Reichenberg teilen ihren Besitz untereinander auf. 1373 - Hans von Reichenberg verkauft aus Not seine Burg Reichenberg an Vogt Ulrich von Matsch, Graf von Kirchberg. 15. Jh. - Reichenberg ist Landesfürstliches Lehen der Matscher. 1422 - Bei einer Teilung des Matscher Besitzes auf der Churburg fällt Reichenberg zusammen mit Tarasp und dem Turm zu Glurns an Vogt Ulrich den Jüngeren und Vogt Wilhelm. 1499 - Bei der in unmittelbarer Nähe stattfindenden Schlacht an der Calven wird die Burg in Mitleidenschaft gezogen. 1504 - Nach dem Tod des Grafen Gaudenz von Matsch wird dessen Schwiegersohn Erhard von Polhaim mit Reichenberg belehnt. Es kommt zu Erbstreitigkeiten zwischen den Polhaimern und den Herren von Trapp. 1537 - Jetzt erst werden die Streitigkeiten um das Matscher Erbe zwischen Polhaim und den Trapp bereinigt. Reichenberg fällt an Jakob V. von Trapp. 1559 - Reichenberg wird offenkundig durch die unmittelbar darüber liegende Burg Rotund in Schach gehalten. Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum Jakob Trapp seine Burg an Reimprecht Hendl von Goldrain, dem Besitzer von Rotund, verkauft. 17. Jh. - Die Burg wird vernachlässigt. Der letzte Bewohner der Burg ist Freiherr von Heydorf, der mit einer Hendl verheiratet ist. Nach dessen Tod am Ende des Jahrhunderts beginnt der endgültige Verfall. Quellen: Oswald Trapp - Tiroler Burgenbuch I. - Bozen 1976 - Josef Weingartner - Tiroler Burgen - Innsbruck 1962 - Josef Rampold - Vinschgau - Bozen 1974 |
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