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RUMÄNIEN / ROMANIA Europa |
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| DIE
BURGEN RUMÄNIENS von Andy Winkler (Worms/D) |
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HISTORISCHER ÜBERBLICK Das Gebiet des heutigen Rumäniens war ab dem 5. Jh. v. Chr. überwiegend von den thrakischen Volksgruppen der Geten und Daker besiedelt. Kaiser Marcus Ulpius Traianus (Trajan) eroberte das dakische Reich 106 n. Chr. und gliederte es in die römische Provinz Dacia ein. Die Außengrenzen des römischen Reiches wurden durch den "Limes" gesichert, eine Grenzbefestigung aus Wällen und Gräben, Legionslagern, Kastellen und Wachtürmen. Im 3. Jh. zogen sich die Römer auf die Südseite des Donaulimes zurück und gaben die Provinz Dacia 271 wieder auf, nachdem sie insbesondere von den Westgoten bedrängt worden waren. Historiker sind sich uneins, ob ein Teil der dakisch-römischen Bevölkerung das Gebiet der aufgelösten Provinz weiterhin besiedelte. Inzwischen geht man eher davon aus, dass die Wurzeln der heutigen Rumänen auf Einwanderer von Gebieten südlich der Donau ab dem 9. Jh. zurückreichen sowie auf die Einwanderung und Mischung weiterer Volksgruppen im Mittelalter. Um 895 gehörte Siebenbürgen zum Árpáden-Reich der Herrscherdynastie Ungarns (benannt nach dem ersten ung. Großfürsten), etwa zu gleicher Zeit besiedelten erstmals Magyaren den Karpatenbogen. Im 12. Jh. folgten die ersten deutschen Einwanderer (überwiegend aus dem linksrheinischen Raum) der königlichen Einladung in das Gebiet Siebenbürgens. Im Gegenzug für den Schutz der Grenzen gegen Mongolen- und Tatareneinfälle sowie zur wirtschaftlichen Erschließung des Landes erhielten sie weitläufige Privilegien und Vorrechte. Ein Teil der rumänischen Bevölkerung siedelte sich im 13. Jh. jenseits der Karpaten an, es entstanden die Fürstentümer Walachei und Moldau. Im 14. und 15. Jh. dehnte sich das osmanische Reich über den Balkan aus. Nach kurzzeitiger Unabhängigkeit mussten Moldau und Walachei die türkische Oberhoheit anerkennen, während Siebenbürgen weiterhin Ungarn verpflichtet war. Aus diesem Grund sind diverse Burgen auf heute rumänischem Gebiet eng mit der Geschichte Ungarns und dessen Adelsgeschlechtern verknüpft. 1859 wurde Alexandru Ioan Cuza (Alexander Johann I.) zum Fürsten der Walachei und der Moldau gewählt (die rumänische Landesflagge weist auch heute noch die Farben der beiden Fürstentümer auf; blau und rot für Moldawien, gelb und rot für die Walachei). Nach deren Vereinigung rief Alexander 1861 den Staat Rumänien aus, aufgrund seiner innenpolitischen Reformen wurde er jedoch fünf Jahre später zur Abdankung gezwungen. Seinen Platz nahm Karl von Hohenzollern-Siegmaringen (Carol I.) ein. 1878 wurde Rumänien vor dem Berliner Kongress international anerkannt, gegen Abtretung von Bessarabien an Russland wurde Rumänien zudem die bis dahin zum osmanischen Reich zugehörige nördliche Dobrudscha zugesprochen. So erhielt Rumänien einen Zugang zum schwarzen Meer und fungierte nun als Pufferstaat zwischen Österreich-Ungarn im Westen, dem osmanischen Reich im Süden und dem russischen Zarenreich im Norden. Im Zweiten Balkankrieg kämpfte Rumänien 1913 gegen Bulgarien und sicherte sich anschließend über Verträge im "Frieden von Bukarest" (Unterzeichnung eines Friedensabkommens von Seiten Bulgariens) die südliche Dobrudscha. Im Ersten Weltkrieg trat Ferdinand I. (Nachfolger von Karl I.) 1916 der sog. Entente bei, einem Militärbündnis zwischen dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Russland. Hiervon profitierte Rumänien nach Kriegsende beträchtlich; vom besiegten Österreich-Ungarn erhielt es das Kreischgebiet (rum. Crisana), die Bukowina, einen Großteil des Banats und Siebenbürgen (worin noch heute Spannungen zwischen Ungarn und Rumänen mit begründet liegen) sowie von Russland zudem Bessarabien. U.a. aus wirtschaftlichen Gründen wandte sich Rumänien 1934 dem nationalsozialistischen Deutschland zu. Im Zweiten Weltkrieg verlor es daraufhin Bessarabien, das Hertza-Gebiet (südwestliche Ukraine) und die Nordbukowina (Moldawien), woraus die heutigen Ländergrenzen Rumäniens resultieren. 1948 erfolgte die letzte territoriale Abtretung - die im Schwarzen Meer dem Donaudelta vorgelagerte Schlangeninsel wurde am 23. Mai der Sowjetunion übergeben.
Daker- und Römerfestungen Manche der dakischen Bauten wurden ab 106 n. Chr. von den Römern genutzt und erweitert, andere wurden neu errichtet. So u.a. Sarmizegetusa, südlich von Hateg (Hauptstadt der römischen Provinz Dacia, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Dakerstätte bei Gradistea de Munte) oder die Römerkastelle bei Turda (Castrul roman Potaissa) und Vetel (Castrul roman Micia). Wall- und Holzburgen Steinburgen 1211 wurde zudem der Deutschritterorden zur Stärkung der ungarischen Königsmacht ins siebenbürgische Burzenland (bei Brasov / Kronstadt) berufen, 1222 wurde ihm gestattet, Burgen aus Stein zu errichten. Hauptsitz des Ordens, dem der Bau von mindestens fünf Burgen zugeschrieben wird, war die Marienburg bei Feldioara. Zwischen dem 13. und 16. Jh. erlebte der Burgenbau in Rumänien seine Hoch-Zeit, aufgrund von sich mehrenden feindlichen Einfällen ins Land, Bauernaufständen, der stärkeren Befestigung bestehender Bauten zur Anpassung an die aktuelle Waffentechnik oder auch zur Vergrößerung des Wohnraums. Bauernburgen erhielten indes neben der reinen Schutz- und Wehrfunktion diverse funktionelle Türme und Bereiche (wie Stallungen, Kapelle, Schule u.s.w.), die auch einen notfalls längeren Aufenthalt ermöglichten. Als eine der in dieser Hinsicht bedeutendsten Fluchtburgen gilt Cetatea Saschiz (dt. Keisd). Immer wiederkehrende Überfälle, Plünderungen und Brandschatzungen durch feindliche Truppen führten vor allem Ende des 15. / Mitte des 16. Jhs. auch zu einer verstärkten Wehrbarmachung und Befestigung der Dorfkirchen. Es wurden hohe Ringmauern mit Wehrtürmen und Schießscharten um die Kirchen errichtet, Wehrgänge angebaut, Gräben angelegt und Tortürme um Fallgitter erweitert. Wohl kaum ein anderes Land besitzt so viele Wehrkirchen, Wehrklöster und Kirchenburgen, wie Rumänien. Alleine in Siebenbürgen waren es einst über 300 Stück, sieben davon (u.a. Viscri / Deutsch-Weißkirch) wurden von UNESCO als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt. Insbesondere im 17. und 18. Jh. kam für viele Befestigungen das Ende. Einige Burgen konnten den ständig weiterentwickelten Waffen der Angreifer kaum noch etwas entgegen setzen und wurden von ihnen zerstört (z.B. Coltesti, Pestis, Dezna), andere brannten durch Blitzschlag oder Pulverexplosionen aus (z.B. Valea Vintului, Deva, Hunedoara) und wieder andere verloren aufgrund des geschichtlichen Wandels ihre Bedeutung als Grenzburg o.ä. (z.B. Arefu, Dabaca). Manche Burg war wegen des schlechten Zustands mittlerweile auch schlichtweg unbewohnbar, weshalb sie verlassen und dem Verfall preisgegeben wurde (z.B. Rachitova, Lipova, Jimbor). Zwischen dem 16. - 18. Jh. entstanden befestigte Adelsschlösser (z.B. Cris, Racos, Ineu), um das 18. Jh. wurden mehrere Festungen errichtet. Heute werden diese, sofern noch erhalten, u.a. als Museum (Fagaras), touristische Sehenswürdigkeit (Alba Iulia, Brasov), Universitätsakademie (Oradea), Militärkaserne (Arad) oder Gefängnis (Gherla) genutzt.
Erstmals urkundlich belegt wurde die Maramures (dt. Maramarosch, bzw. Maramuresch) im Norden des Landes in einem Dokument von 1199, 1553 erfolgte die zeitweilige Vereinigung mit dem zentralen (historischen) Siebenbürgen. Schon im 12. Jh. kamen deutsche Einwanderer in die Maramures und gründeten Bergwerksstädte, im 18. Jh. folgte eine weitere Ansiedlung von Deutschen, den sog. "Zipser Sachsen". Neben vereinzelten Wallburgen (z.B. Asuaju de Sus, Tamaseni) sowie später zum Schloss umgebauten Befestigungen (u.a. Mediesu Aurit, Carei, Ardud), finden sich im Maramures die Ruinen einiger weniger Schutzburgen, wie Cetatea Berchezoaia oder Seini. Die ebenfalls deutschstämmigen "Siebenbürger Sachsen" wanderten im 12. Jahrhundert nach Siebenbürgen ein (die Bezeichnung "Sachsen", von "saxones", beschreibt nicht das Herkunftsgebiet der Kolonisten, sondern geht auf die lateinische Kanzleisprache ungarischer Könige zurück. Die deutschen Siedler kamen größtenteils vom Rhein-Mosel-Raum, aus den damaligen Bistümern Köln, Trier und Lüttich sowie dem heutigen Luxemburg, Elsass und Lothringen). Der rumänische Begriff für Siebenbürgen ist "Ardeal" oder "Transilvania" (vom lateinischen "Terra Transsilvania" = "Land jenseits der Wälder"). Hiervon leiten sich auch der ungarische Name "Erdély" (von erdö = Wald) sowie der eingedeutschte Ausdruck "Transsilvanien" (= "hinter den Wäldern") ab. Woraus die Namensgebung für "Siebenbürgen" ursprünglich resultiert, lässt sich heute nicht mehr abschließend klären. Die Vermutung, dass sie auf die sieben von deutschen Einwanderern gegründeten Städte Kronstadt (rum. Brasov), Schäßburg (Sighisoara), Mediasch (Medias), Hermannstadt (Sibiu), Mühlbach (Sebes), Klausenburg (Cluj-Napoca) und Bistritz (Bistrita) - in denen sich noch heute Reste der Stadtburgen und Stadtmauern finden - zurückzuführen sei, ist fraglich; denn als der Name "Siebenbuergen" um 1200 erstmalig Erwähnung fand, waren jene Städte als solche noch nicht vorhanden. Auch eine weitere Theorie zur Entstehung des Begriffs "Siebenbürgen" schließt sich weitestgehend aus: Nachfolgend auf die ersten "Zwei Stühle" des deutschen Siedlungsgebietes aus dem 13. Jh. - Mediasch (Medias) und Schelken (Seica Mare) - bildeten sich im 14. Jh. die "Sieben Stühle" in der Hermannstädter Provinz (als "Stuhl" wurde ein Zusammenschluss von mehreren Städten oder Dörfern zu einer Gerichtsbarkeit bezeichnet. Jeder Stuhl besaß einen Königsrichter, der alleine dem ungarischen König unterstellt war). Die Sieben Stühle wurden 1349 erstmals gemeinsam urkundlich genannt und existierten bis 1876. Zu ihnen gehörten der Hauptstuhl Hermannstadt (Sibiu) sowie die sieben Unterdistrikte Schäßburg (Sighisoara), Mühlbach (Sebes), Großschenk (Cincu), Reußmarkt (Miercurea Sibiului), Reps (Rupea), Leschkirch (Nocrich) und Broos (Orastie). Heute geht man davon aus, dass der Name einst auf einem begrenzten Landstrich (evtl. mit sieben Grenzburgen oder sieben Gebieten) entstand. Wahrscheinlich haben nachfolgende Siedler diese Benennung schließlich übernommen und auf ein größeres Areal übertragen. Zumindest wurde das historische Siebenbürgen im Laufe der Jahrhunderte wiederholt räumlich erweitert, selbst die Maramures, Crisana und das Banat bezog man zeitweilig in den Begriff mit ein. Die deutschen Siedler Siebenbürgens errichteten nicht nur die ersten Bauern- und Fluchtburgen, sondern sie waren auch für den Bau der Kirchenkastelle verantwortlich. Diese bildeten zugleich den größten Anteil der Burgen Transsilvaniens, Adelsburgen (z.B. Coltesti), Königsburgen (Hunedoara) oder Grefenburgen (wie Calnic oder Garbova) waren eher die Ausnahme (Grefen, bzw. Gräfen = während der Ansiedlungszeit der Siebenbürger Sachsen mitgereiste Adlige). Die ersten Steinburgen Siebenbürgens entstanden vor allem im "Unterwald" (west- & südwestlich von Sibiu) sowie seitens des Deutschen Ritterordens im "Burzenland" um Brasov. Durch die Grenzburgen bei Talmaciu (dt. Talmesch) und Bran (Törzburg) wurden die Passstraßen und Handelswege zwischen dem Süden Transsilvaniens und der Walachei gesichert. Die wichtigsten Fürsten Siebenbürgens im 16. und 17. Jh. stammten aus den Adelsfamilien Apafi, Báthory, Bethlen, Bocskay, Rákóczi und Zápolya. Weitere Adelsgeschlechter waren u.a. Bánffy, Brukenthal, Haller, Kálnoky, Karoly, Kemény, Kendeffy, Kornis, Lónyay, Teleky, Thököly, Tholdy und Wass sowie eine Reihe anderer. Die für Siebenbürgen und weitere Fürstentümer auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens mitunter bedeutendste Persönlichkeit aus dem ungarischen Königshaus war Matthias Corvinus; ung. Hunyadi Mátyás, rum. Matei Corvin (* 23.02.1443 in Kolozsvár / Cluj-Napoca als Sohn von János Hunyadi, 26.04.1490 in Wien. 1458-1490 König des Königreichs Ungarn sowie einer der Bauherren des Schlosses von Hunedoara).
Das im Südwesten an die Donau angrenzende Banat (abgeleitet vom persischen Herrschertitel "Ban") sowie das im Westen Rumäniens gelegene Kreischgebiet (auch Kreischgau, rum. Crisana, vom Fluss Cris) gehörten einst größtenteils zum osmanischen Reich, später zum siebenbürgischen Gebiet Österreich-Ungarns. Im 18. Jh. wanderten die deutschstämmigen "Banater Schwaben" in die Gegend ein. Im Banat entstanden insbesondere im 13. und 14. Jh. wichtige Burgen. In den äußeren Gebieten besaßen sie überwiegend die Funktion einer Zollstation oder Grenzburg (z.B. Trikule an der südwestlichen Donau oder Soimos an der Nordgrenze), im Landesinneren befanden sich die Schutzburgen für Timisoara, königliche Burgen (z.B. Carasova) sowie die feudale Burg Ciacova. 1689 errichtete die österreichische Armee bei Orsova inmitten der Donau eine Inselfestung mit 1750 m Länge und 500 m Breite als Bollwerk gegen das osmanische Reich, die in den folgenden zwei Jahrhunderten immer wieder den Besitz zwischen Österreich und dem türkischen Reich wechselte. Unter osmanischer Herrschaft entwickelte sich die Festung "Ada Kaleh" zu einem wichtigen Kultur- und Handelszentrum; mit dem Bau eines Wasserkraftwerks und Stauung der Donau war Ada Kaleh 1971 jedoch dem Untergang geweiht. Teile der historischen Gebäude wurden zuvor abgetragen und auf einer Donauinsel bei Drobeta-Turnu Severin neu errichtet. Festungen im Vauban-Stil aus dem 18. Jh. finden sich in Timisoara (nur noch Mauerreste) und Arad. Ebenfalls im 18. Jh. entstand im Banat eine bauliche Besonderheit von kleineren Adelssitzen, das sog. "Cula". Hierbei handelte es sich um einen mehrstöckigen, turmartigen Wohnbau, in der Regel mit quadratischem Grundriss. Im Kreischgebiet gab es neben der Erdburg von Biharia einige wenige Adelsburgen (z.B. Salard), mit Ausnahme von Oradea meist jedoch ohne größere historische Bedeutung. Die Burg von Oradea (Großwardein) wurde im 17. und 18. Jh. zur Festung ausgebaut.
Die Bukowina (Land der Buchen, Buchenland) war - nach Dakern und ostgermanischen Stämmen - im 7. Jh. überwiegend von Slawen besiedelt, später dem Fürstentum Moldau zugehörig sowie unter osmanischer Herrschaft. Die wichtigste Stadt war Suceava, wo 1388 erstmals die Cetatea de Scaun (Festung der Stadt) Erwähnung fand (Ende des 15. Jhs. Herrschersitz von Stefan dem Großen). So finden sich auch im Gebiet des einstigen Fürstentums Moldau (rum. Moldova) kleinere Wehrklöster, ferner Reste von wenigen Wallburgen sowie meist unbedeutenderen Adelssitzen (z.B. Ceahlau). Eine der großflächigsten Befestigungen der Moldau Ende des 14. Jhs. war Cetatea Neamt (Targu Neamt), die vor ihrer Zerstörung 1717 gegen Ende des 17. Jhs ebenfalls in ein Kloster umgewandelt wurde. Die Walachei (rum. Tara Romaneasca) - entstanden aus der großen Walachei mit der Hauptstadt Bukarest im Osten (Muntenia) und der kleinen Walachei im Westen (Oltenia) - wurde alleine zwischen 1215 und 1600 von über 80 verschiedenen Woiwoden (Fürsten) regiert, angefangen von Basarab I., bis Mihai Viteazul. Der erste Fürstenhof (rum. Curtea Domneasca) der Walachei wurde im 13. Jh. von Basarab I. in Curtea de Arges gegründet, Ruinen von Burgen aus dem 14. Jh. sowie Reste vom römischen und türkischen Befestigungen finden sich insbesondere an der südlichen Donau.
Der Name der Dobrudscha (rum. Dobrogea) geht vermutlich auf den bulgarischen Fürsten Dobrotiza im 13. Jh. zurück. Die Frühgeschichte des Gebietes wird von griechischen Kolonien, Dakern und ab ca. 100 n. Chr. insbesondere von den Römern bestimmt. So finden sich auch heute noch eine Vielzahl von Ruinen bedeutender römischer Festungen und Siedlungen, wie Adamclisi, Callatis, Capidava, Constanta, Dinogetia, Halmyris, Histria, Turcoaia u.v.m. Die wenigen mittelalterlichen Befestigungen der Dobrudscha wurden meist auf den Ruinen römischer Vorgängerbauten errichtet, die bedeutendste Burg war Cetatea Heraclea bei Enisala. Im 13. Jh. war sie, damals auf einer Insel im offenen Meer gelegen, ein strategisch wichtiger Punkt für Wirtschaft, Handel und Militär; Ende des 14. Jh. wurde die Festung von den Türken erobert. Als im Laufe der Jahrhunderte der Golf versandete, verlor die Befestigung ihre Bedeutung.
LITERATURAUSWAHL Erwin Amlacher - Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen. München, 2002. Gheorghe Anghel - Mittelalterliche Burgen in Transsilvanien. Bukarest, 1973. Wilhelm Bergmann - Reste deutscher Ordensburgen in Siebenbürgen nebst einer Geschichte des Deutschen Ritterordens in diesem Lande 1211-1225. Freudenthal, 1909. E. Albert Bielz - Die Burgen und Ruinen in Siebenbürgen. Hermannstadt, 1899. Juliana Fabritius Dancu - Sächsische Kirchenburgen in Siebenbürgen. Sibiu, 1983. Hermann Fabini - Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen. Sibiu, 1998. Hermann Fabini, Alina Fabini - Kirchenburgen in Siebenbürgen. Leipzig, 1985. Kurt Horedt - Südsiebenbürgische Grenzburgen (Freck, Heltau, Reschinar und Tilisca). Erschienen in: Siebenbürgische Vierteljahrsschrift, 64. Jahrgang, Januar-März 1941, Heft 1. Ernst Kühlbrandt - Die Kirchen und Burgen des Burzenlandes. Erschienen in: Das sächsische Burzenland. Kronstadt 1898 Franz Letz - Sächsische Burgen in Siebenbürgen. München, o.J. George Oprescu - Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden, 1961. Hermann Phleps - Auf den Spuren der ersten Bauten des Deutschen Ritterordens im Burzenland in Siebenbürgen. Sonderdruck "Zeitschrift für Bauwesen", Berlin, 1927. Alfred Prox - Die Burgen des Burzenlandes. Erschienen in: Neue Beiträge zur siebenbürgischen Geschichte und Landeskunde, Siebenbürgisches Archiv. Köln - Graz, 1962. Adrian Andrei Rusu - Die Burgen des Hatzeger Distrikts im 15. Jahrhundert. Budapest 1992. Liviu Stoica, Gheorghe Stoica & Gabriela Popa: Castles & Fortresses in Transylvania; Cluj Country. Clujonline Cluj-Napoca, 2008 Friedrich Teutsch - Unsere Burgen, Teil 1-4. Erschienen in: Jahrbuch des siebenbürgischen Karparthen-Vereins, Jos. Drotleff Hermannstadt, im III. Jahrgang 1983 (Burgen bei Hermannstadt), IV. Jahrgang 1984 (Schässburg), VI. Jahrgang 1986 (Die Burgen des Burzenlandes) und IX. Jahrgang 1989 (Die Burgen des Unterwaldes). Heinrich Zillich - Siebenbürgen und seine Wehrbauten. Königstein/Ts. & Leipzig, 1941.
www.rumaenienburgen.com - Burgen, Schlösser, Festungen und Ruinen in Rumänien. Zudem mehrere Reiseberichte mit Fotos. |
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