Wappen von Ritten
BURG RUNKELSTEIN (CASTEL RONCOLO)
Europa / Italien / Südtirol / Salten-Schlern / Ritten

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Historie

Grundriss

10.02.1237 - Bischof Alderich von Campo erteilt den Brüdern Friedrich und Beral, Söhne Alberos von Wanga, die Erlaubnis, auf dem heutigen Burgberg eine Befestigung anzulegen. Der Bau scheint unverzüglich begonnen worden zu sein.

1242 - Auf der Burg wird bereits geurkundet.

1317 - Nach dem Tod Alberos von Wanga fällt die Burg als erledigtes Lehen an die Trienter Kirche zurück. Wahrscheinlich wiurde die Burg aber zuvor schon an den reichen Bozner Gottschalk Knoger verkauft.

1341 - Die Burg kommt in den Besitz von Weirad, Frau des Tägen von Villanders.

1346 - Weirad überläßt die Burg pfandweise ihrem Vetter Petermann von Schenna, Burggraf auf Tirol. Später löste Weirads Sohn, Cyprian von Villanders die Burg zurück. Das Geld für die Auslösung der Burg erhielt Cyrian von seinem Schwiegervater Nikolaus Tobhan. Letzterer ließ sich zur Sicherung des Darlehens die Burg übertragen und nahm dort seinen Sitz. Zeitweise nannte er sich "von Runkelstein".

16.04.1385 - Cyprian von Villanders veräußert aus Geldmangel die Burg an seinen Onkel Nikolaus von Villanders von Pardell. Dieser tritt seine Ansprüche an Nikolaus Vintler und dessen Bruder Franz ab.

09.12.1385 - Nikolaus und Franz Vintler werden vom Trienter Bischof offiziell mit der Burg belehnt.

um 1388 - Vintler beginnt mit der Instandsetzung und Modernisierung der Burg.

1390 - Der Innenumbau der Kapelle ist abgeschlossen.

1407 - Vermutliche Einstellung der Bauarbeiten aufgrund einer politischen Krise. Nikolaus Vintler verweigert dem neuen Herzog Friedrich die Anerkennung, woraufhin dieser ihn aller Ämter enthob. Die Pfandlehen werden jedoch nicht beglichen, was Heinrich von Rottenburg auf den Plan ruft.

11.03.1409 - Vintler tritt dem Rottenburger seine gesamten Pfandlehen für einen Kreditbrief ab. Diesem Vergleich verweigert der Herzog die Zustimmung und beginnt mit der Belagerung der Vintler'schen Burgen, u.a. Runkelstein.

11.05.1409 - Vintler bekommt nach einer Aussprache mit dem Herzog seine Eigentümer zurück.

1413 - Nach dem Tod Vintlers kommt das Runkelsteiner Lehen u.a. an Heinrich von Schrofenstein und Jörg Metzner. Letzterer läßt sich wahrscheinlich auf der Burg nieder, da er den Burgnamen seit 1414 als Prädikat führt.

1476 - Herzog Sigmund kauft 3/4 der Burgteile.

1478 - Das verbliebene 1/4 wird von Herzog Sigmund gekauft, der nun die gesamte Burg sein Eigentum nennen kann. Zur Verwaltung der Burg werden Pfleger eingesetzt.

1520 - Explosion im Pulverarsenal auf der Burg. Bergfried und benachbarte Mauerpartien stürzen ein und die Trümmer verfüllen des Graben.

1523 - Das Bozner Amt wird angewiesen, das Dachwerk der Burg Instand zu setzen.

1530 - Sigmund von Brandis erhält die Burg als Erblehen.

18.10.1537 - Tod Sigmunds von Brandis. Seine Söhne erhalten die Burg zum Lehen.

19.03.1538 - Die Burg wird an Graf Christian Philipp von Lichtenstein verkauft.

05.10.1579 - Johann Jakub Graf Lichtenstein wird mit der Burg belehnt.

1672 - Ein Brand verwüstet den Ostteil der Burg. Auch die Burgkapelle wird beschädigt.

1754 - Die Burg wird vom letzten Lichtensteiner an Kaiserin Maria Theresia abgetreten.

1833 u. 1841 - König Ludwig von Bayern besucht die Burg.

1836 - Ludwigs Sohn, Otto von Griechenland, besucht die Burg.

1868 - Teile des Felsens stürzen ab und reissen Teile der freskogeschmückten Außenmauern des Sommerhauses mit.

1874 - Restaurierungsarbeiten.

1880 - Die Burg wird von Erzherzog Johann Salvator angekauft.

1882 - Erzherzog Johann Salvator schenkt die Burg Kaiser Franz Joseph, welcher von diesem Zeitpunkt an für den Erhalt der Burg verantwortlich ist.

1884-88 - Der vom Kaiser Architekt v. Schmidt läßt umfangreiche Arbeiten an der Burg durchführen.

1893 - Kaiser Franz Joseph schenkt die Burg der Stadt Bozen. Mit der Schenkung ist die Auflage verbunden, die Burg niemals zu veräußern.

1918 u. 1943 - Durch Kriegsumstände werden Fresken und Teile der Mauern zerstört.

1959 u. 1968 - Zwei große Betonpfeiler werden zur Sicherung des Burgfelsens eingezogen.

Quelle: Oswald Trapp - Tiroler Burgenbuch, Band V - Das Sarntal. Bozen, 1981.
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