Landesfahne
Bauernburg Saschiz (Cetatea Saschiz) / Saschiz (Keisd) - Rumänien
Historie


Burg Saschiz ist eine der bedeutendsten Bauernburgen Siebenbürgens und wurde im 14. Jahrhundert südwestlich vom Ort auf dem Burgberg errichtet. Bauende war vermutlich 1347 (Steininschrift). Der Standort bot einen guten Überblick: herannahende Feinde oder Feuer konnten sofort im Ort gemeldet werden.

Die Bauernburg (Fliehburg) bestand aus Torhaus, Wächterturm, Kampfzwinger, Torturm mit Fallgitter, Pfarrerturm, Fürstenturm, Pulverturm, Schulturm, Kapelle, Brunnenhäuschen, Viehzwinger und Viehhüterturm.

Dem sächsischen Volksmund nach soll im 57 Meter tiefen Brunnen in einer Tiefe von 20 Metern ein unterirdischer Gang beginnen, welcher nach Westen in den Burggraben geführt haben soll. Das Vorhandensein dieses (inzwischen verschütteten) Ganges wurde inzwischen belegt. Noch bis 1950 konnte mit Hilfe eines Wellenrades Wasser geschöpft werden. 1952 fiel das über dem Brunnen (welcher bis in eine Tiefe von 80 Metern ausgemauert sein soll) sinnloser Zerstörungswut zum Opfer.

Die Warnglocke aus dem Wächterturm war aus dem Jahr 1506. Noch 1852 gingen jeden Abend vier mit Äxten bewaffnete Sachsen in die Burg, um dort Nachtwache zu halten. 1865 lebte auf der Burg noch ein Wächter.

Quelle: Erwin Amlacher - Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen. München, 2002.


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