Die
erste urkundliche Erwähnung des Fürstensitzes
stammt aus dem Jahr 1388. Erbaut wurde die Cetatea de Scaun
(Festung der Stadt) während der Herrschaft des regierenden
Fürsten Petru I. Musat (1375-81), der Suceava zur Hauptstadt
der Maldau erklärte. Anfangs bestand die Burg aus 35-40
Meter langen Seitenmauern mit acht Türmen und einem Graben.
Die weitere Befestigung erfolgte durch Alexander dem Guten
(1400-1432), insbesondere jedoch durch Stefan den Grossen
(1457-1504). Während seiner Herrschaft wurden in zwei
Etappen die Aussenmauern erbaut, welche dann die Kernburg
umgaben: Zuerst wurden quadratische Bastionen, später
eine zweite Mauer mit halbrunden Bastionen errichtet. Die Festung
wurde mehrfach erfolglos belagert, unter anderem 1476 von Mohammed
II., dem Eroberer von Konstantinopel.
Während der Herrschaft von Alexander Lapusneanu, in der
zweiten Hälfte des 16. Jhdts., war die Burg zeitweilig
unbewohnt. Im Mai 1600 gab der neue Burggraf Ioan Kaptury seinen
Treueeid dem Herrscher von Siebenbürgen, der Walachei
und der Moldau. Letzte bauliche Veränderungen im inneren
der Burg erfolgten im 17. Jhdt. unter der Herrschaft von
Vasile Lupu (1634-53). 1675, in der Herrschaftszeit von Dumitrascu
Cantacuzino, wurde die Befestigung auf Befehl des osmanischen
Reiches zerstört
und 1775 von den Habsburgern geschleift.
Ab 1895 erfolgten archäologische Untersuchungen, ab 1944
wurde die Burg restauriert und in Teilen wieder aufgebaut (entlang
der Mauern verläuft ein weißer Streifen, welcher
die ursprüngliche Mauerhöhe vor der Restauration
anzeigt).
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