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Die Informationen zu dieser Burg sind äußerst spärlich. Der byzantinische Feldherr Nikephoros Phokas baute wohl eine erste Befestigung. In dieser sind einige Steine römischer Herkunft verbaut. Anfang des 12. Jh. wurde die Burg durch das Fürstentum Antiochia erobert. 1112 gelangte sie als Heiratsgut an den Grafen von Tripolis.
1177/78 übergab Raymond III. von Tripolis die Burg an die Johanniter. Diese hatten Interesse, die Befestigung in das äußere Verteidigungssystem für ihren wichtigen Sitz in Tartus einzubeziehen. Der bisherige Inhaber des Lehens, die Familie de Montolieu wurde anderweitig entschädigt.
Nach den stilgeschichtlichen Merkmalen der Bauwerke zu urteilen begannen die Johanniter die Burg umfassend neu zu bauen, wie sie sich im Wesentlichen heute präsentiert.
1188 gelang es Saladin nach der Schlacht bei Hattin die Burg vorübergehend in seinen Besitz zu bringen. Die Johanniter konnten sie aber wieder zurück erlangen. Endgültig in muslimische Hände geriet die Burg 1289, als Sultan Qalaun sie eroberte. In der Folgezeit ergänzten die Araber die Ringmauer durch zwei diagonal angeordnete Ecktürme.
Nach neuesten Forschungen ist es sehr umstritten und eher unwahrscheinlich, dass es sich bei der Burg um das Chastel Rouge handelt.
Quellen:
1. Jean Mesqui: Forteresses Médiévales au proche-orient, Quatre châteaux des Hospitaliers au nord du comté deTripoli perso.wanadoo.fr/jmsat.mesqui/1-Hospitaliers/ pdf/avant_propos.pdf
2. Expansion nach Syrien, aus http//www.zdf.de/ZDFde/10/0,1872,2088810,00.htm
3. Ross Burns: Monuments of Syria, I. B. Tauris Publishers, London/ New York, 1999.
4. Baedecker Syrien, Verlag Karl Baedecker, 2000.
5. Walter Zöllner: Geschichte der Kreuzzüge, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1983
6. Reise Know-How, Reise Know-HowVerlag Peter Rump GmbH, Bielefeld 2000.
7. Wolfgang Müller-Wiener: Burgen der Kreuzritter im heiligen Land Dt. Kunstverl. München 1966
8. Robin Fedden /John Thompson Kreuzfahrerburgen im Heiligen Land
9. Th. E. Lawrence: Crusader Castles, Revisted Oxford 1989
10. Hugh Kennedy Crusader castles, Cambridge Univ. Press, 1995
11. Hansgerd Hellenkemper: Burgen der Kreuzritterzeit in der Grafschaft Edessa und im Königreich Kleinarmenien, Rudolf Habelt Verlag GmbH, Bonn 1976.
12. Thomas Biller: Burgen in den Kreuzfahrerstaaten- vom Adelssitz zur "Festung" in Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Heft 1, Halle/Saale 1992
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